Prof. Anton Zeilinger
Um zu beweisen, dass wir keine passiven Beobachter in einem mechanischen Universum sind, analysieren wir hier die Aussagen von Nobelpreisträger Anton Zeilinger(2022).
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Analyse: Information, Realität und Bewusstsein
Im Folgenden sind die zentralen Aussagen des Videos protokolliert, die belegen, dass Information (Geist) über der Materie steht.
1. Das physikalische Argument: Der "Weg" existiert nicht
Viele glauben, ein Teilchen fliegt einen festen Weg, auch wenn wir nicht hinsehen. Die Quantenphysik widerlegt das.
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Min 05:42
Die moderne Sicht:
"Ich darf von einer Eigenschaft nur dann sprechen, wenn ich sie tatsächlich im Experiment beobachte. Wenn ich nicht nachschaue, welchen Weg das Teilchen nimmt, [...] dann existiert der Weg nicht als Element der Wirklichkeit." -
Min 06:00
Der Bruch mit der Klassik:
Anders als bei einer Pistolenkugel, deren Bahn berechenbar ist, verhalten sich Quantenobjekte fundamental anders. Selbst bei identischen Startbedingungen ist das Ergebnis offen. -
Min 07:04
Information vernichtet die Welle:
"Sobald Wissenschaftler [...] den genauen Weg der Teilchen ermitteln, treten die Interferenzmuster nicht mehr auf."
Fazit: Allein die Information über den Weg zwingt die Realität in eine feste Form (Teilchen).
2. Das metaphysische Argument: Wir sind aktive Schöpfer
Wenn der Weg nicht existiert, wer erschafft ihn dann? Hier kommen der Beobachter und das Bewusstsein ins Spiel.
Min 03:11 "Die Trennung zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten ist nicht mehr aufrechtzuerhalten." – Prof. Anton Zeilinger
Min 03:37 "Als Experimentalphysiker kann ich sagen, dass es gewisse Situationen gibt, in denen die Annahme, dass die Wirklichkeit unabhängig von meiner Beobachtung existiert, falsch ist." – Prof. Anton Zeilinger
Min 07:37 "Es ist aber offenbar so, dass wir in der Welt nicht nur eine passive Rolle spielen. Das würde ich schon unterschreiben." – Prof. Anton Zeilinger
Die Vision von Erwin Schrödinger:
Min 12:15 Sogar Erwin Schrödinger, einer der Väter der Quantenmechanik, ging noch weiter. Er vertrat die Ansicht, "dass es nur ein einziges Bewusstsein gibt und dass wir alle Teile dieses einzigen Bewusstseins sind."
3. Das Hamburger-Paradoxon: Information > Materie
Um zu verdeutlichen, dass Materie zweitrangig ist, nutzt Zeilinger ein geniales Beispiel.
Min 08:04 Er stellt die Frage: Was macht einen Hamburger aus? Es sind nicht die Atome. Man könnte jedes Atom austauschen, es wäre immer noch derselbe Hamburger. Entscheidend ist die Information der Anordnung (das Rezept).
Sein Fazit: Information ist fundamentaler als Materie. Die Materie folgt der Information. Wenn wir (als Bewusstsein) die Information ändern, muss die Materie folgen.